Deutsch ist nicht gleich deutsch: über die Eigenheiten der schweizerischen Schriftsprache

Ines Braun-Balzer Blog Leave a Comment

Spot the difference!

Manch ein Deutscher mag den Text auf dem obenstehenden Foto befremdlich finden. Würde der Satz „Fehlbare werden verzeigt“ doch so niemals in Deutschland auf einem Schild geschrieben stehen.

In der Schweiz jedoch ist dies ganz normal. Das kommt daher, dass in der Schweiz zwar Hochdeutsch die offizielle Schriftsprache ist, sich aber nationale Eigenheiten in ebendieser Schriftsprache entwickelt haben.

Dies ist auch historisch bedingt, sind viele Wörter doch französischen Ursprungs, da sie aus dem Verwaltungsbereich stammen, der früher komplett in dieser Sprache geregelt wurde. Wissen Sie zum Beispiel, was Pendenzen sind? Das sind offene Punkte, unerledigte Aufgaben. Das Wort stammt von frz. pendant und bedeutet „hängend.“ Oder das Salär? Dabei handelt es sich um das Gehalt, eine direkte Übersetzung aus dem Französischen.

Man verwendet auch ganz andere Satzkonstruktionen: Wenn zum Beispiel jemand zu Ihnen sagt: „Ich gebe dir ein Telefon!“, dann haben sie danach kein Telefon in der Hand, sondern sie werden angerufen. Am besten auf dem Natel, dem Handy. Die Bezeichnug Natel stammt noch aus den Anfangszeiten der mobilen Telefonie, als es meist in Autos fest installiert war. Von daher auch der Name: NationalesAutotelefon.

Haben sie noch mehr Beispiele zu diesem Thema? Schreiben Sie mir!

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