Mit anderen Kulturen interagieren ohne sich selbst zu verlieren

Ines Braun-Balzer Blog Leave a Comment

Beine mit verschiedenfarbenen Schuhen
Auch im interkulturellen Kontext: Versuchen Sie immer, sich selbst treu zu bleiben

Business mit Menschen aus anderen Ländern erfordert Wissen um die jeweiligen kulturellen Feinheiten und die Anwendung derselben. Dabei verlässt man oftmals die eigene Komfortzone.

„Eigentlich bin ich ja mit der französischen Verhandlungskultur vertraut, aber ich finde es jedesmal so anstrengend, mich darauf einzulassen. Das führt dazu, dass ich unzufrieden werde und das letztlich den Ausgang der Verhandlungen beeinflusst.“

Klientengespräch

Dieses Problem kennen viele:

Was muss man tun, wenn man mit Menschen aus anderen Kulturen interagiert? 

  1. Sich bewusst darüber sein, dass es kulturelle Unterschiede gibt.
  2. Sich darüber informieren, welche kulturellen Unterschiede vorherrschen. Das ist in kritischen Situationen besonders wichtig: wenn man Feedback geben, seine Mitarbeiter motivieren oder eine bestimmte Idee vorantreiben möchte.
  3. Fähig sein, sein Verhalten der jeweiligen Situation anpassen zu können. Dies ist leichter gesagt als getan. 

Denn: Viele Menschen fühlen sich beim Versuch, ihr Verhalten bewusst einer bestimmten interkulturellen Situation anzupassen, unsicher und nicht authentisch. Dadurch entsteht ein ungutes Gefühl, oft auf beiden Seiten. Mit kulturellem Geschick muss das nicht sein!

Kulturelles Geschick 

Kulturelle Anpassung um jeden Preis führt deshalb nicht zum Ziel. Vielmehr sollte man sich kulturell geschickt verhalten. D.h. sein eigenes Agieren in einem neuen Umfeld bewußt so anpassen, dass man sich selbst dabei möglichst treu bleibt und so seine Authentizität nicht verliert. 

Große Bandbreite an kulturell akzeptiertem Verhalten

Dazu kommt, dass es innerhalb einer Kultur nicht nur den einen Verhaltenskodex gibt. Vielmehr sehen wir eine Bandbreite an Verhalten, die als effektiv und akzeptabel gilt. Aufgabe eines jeden ist es nun, seinen eigenen Platz in dieser Zone zu finden. Wenn das gelingt, gewinnt man zwei Dinge. Man fühlt sich wohl in seiner Rolle und ist gleichzeitig kulturell akzeptiert. 

Wie findet man nun die für sich richtige Verhaltensweise? 

Gehen Sie je nach Situation flexibel auf veränderte Gegebenheiten ein:

  1. Verstehen Sie die kulturelle Basis und die Bandbreite an kulturell akzeptiertem Verhalten.
  2. Kennen Sie Ihre persönliche Komfortzone. Sie ist ein Mix aus eigenem kulturellem und persönlichem Hintergrund und den eigenen Vorlieben.
  3. Finden Sie die Überschneidung aus kultureller Basis und persönlicher Komfortzone.

Falls es zu Überschneidungen kommt, ist man in der glücklichen Lage, innerhalb der jeweiligen Kultur angemessen zu interagieren, ohne sich selbst aus seiner eigenen Komfortzone zu bewegen. Gibt es jedoch eine Lücke zwischen den beiden, ist es wichtig, sein kulturelles Geschick einzusetzen. Das heißt nichts anderes, als sich mit wachsamem Verstand und reflektiertem Verhalten auf jede neue Situation einzulassen. 

Möchten Sie mehr über Ihre persönliche Komfortzone erfahren? Und wie Sie sie flexibel einsetzen können?

Dann sprechen Sie mich an!

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